"Künftig alles unter einem Dach"

Interview mit Schulleiterin Sr. Nicole Trumpetter

Veröffentlicht am: 02.05.2019 - 11:22 Uhr

Sr. Nicole Trumpetter ist seit März 2019 Schulleiterin des DIAKOVERE Fachschulzentrums. Die Pflegepädagogin, die seit 2011 die Gesundheits- und Krankenpflegeschule zunächst des DIAKOVERE Friederikenstifts und seit 2016 auch des DIAKOVERE Henriettenstifts geleitet hat, folgt damit auf Dr. Monika Scholz-Zemann, die im Februar nach über 30 Jahren im Fachschulzentrum in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ausbildung in Pflege- und Therapieberufen attraktiver zu machen, sieht Nicole Trumpetter als eine ihrer Hauptaufgaben an.

Frau Trumpetter, seit mehr als 20 Jahren engagieren Sie sich bei DIAKOVERE schon für das Thema Ausbildung – vor allem in der Gesundheits- und Krankenpflege. Was hat Sie motiviert, mit der Position der Schulleitung auch die anderen Ausbildungsberufe bei DIAKOVERE in den Blick zu nehmen?

Im Bildungsbereich arbeiten wir bei DIAKOVERE schon seit vielen Jahren bereichsübergreifend zusammen. Mit der neuen Ausbildung „Generalistik“ gewinnt dieser Aspekt ganz neue Bedeutung. Generalistik bedeutet, dass die Berufe in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege 2020 zusammengefasst werden.

In DIAKOVERE haben wir schon frühzeitig eine Projektgruppe gegründet. Wir kooperieren und arbeiten eng mit der Dachstiftung des Stephanstifts, dem Birkenhof Bethel und dem Kinderkrankenhaus AUF DER BULT zusammen. Gemeinsam mit unseren Partnern sind wir sowohl in der Theorie als auch in der Praxis hervorragend aufgestellt. Wir arbeiten gut und intensiv zusammen, sodass die Generalistik Erfolg haben wird.

Wo sehen Sie die Stärken des Fachschulzentrums?

Neben unserem vielfältigen und leistungsstarken Ausbildungsspektrum vor allem in unserer Innovationskraft! Schulentwicklung benötigt Lehrende, die innovationsoffen und veränderungsbereit sind. Sie scheuen sich nicht, neue Wege zu gehen, um neue Ideen und curriculare Veränderungen einzuführen. Das Team des Fachschulzentrums erfüllt diese Voraussetzungen in vollem Maße. Mit den Ausbildungsleitungen und den Lehrenden möchte ich nach vorne schauen und gemeinsam mit ihnen an zukunftsorientierten Lösungen arbeiten. Auch das diakonische Profil unserer Schule ist für mich ein starker Pluspunkt: meine diakonische Prägung und Haltung finden Einfluss in meine tägliche Arbeit.

Was steht als nächstes auf Ihrer Agenda?

Im Moment passiert ganz viel im Bildungsbereich: Wir erwarten Veränderungen in der Finanzierung der Ausbildung in den Therapieberufen. Das betrifft bei uns die Ausbildungsgänge Ergotherapie und Physiotherapie. Für die Heilerziehungspflege stehen veränderte Rahmenbedingungen an: Hier wird eine Modularisierung angestrebt. Neu ist auch der Gesetzesentwurf, der zu einer staatlichen Anerkennung der ATA- und OTA-Ausbildung führen soll.  Und natürlich das zentrale Thema: die bevorstehende generalistische Pflegeausbildung.

Haben Sie einen Wunsch für die Zukunft?

Ein Bildungszentrum „unter einem Dach“! Die Vielzahl unserer Ausbildungsgänge sollte nicht nur virtuell, sondern auch ganz praktisch unter einem Dach zu finden sein. Ein modernes Ausbildungszentrum steigert die Attraktivität unserer Ausbildungsgänge in der DIAKOVERE. Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels müssen wir unbedingt konkurrenzfähig auf dem Ausbildungsmarkt bleiben und werden.

Wir befragen regelmäßig unsere Lernenden und erfahren dabei: Ihnen ist der „Lebensraum Schule“ wichtig. Dazu gehören u.a.  Gruppenarbeitsräume, Lerninseln und Aufenthaltsräume. Das andere große Thema für junge Menschen ist die Digitalisierung in der Schule. Sie fragen bei den Bewerbungsgesprächen ganz bewusst danach. Diesem Bedürfnis möchten wir in Zukunft noch stärker nachkommen.

Ausgezeichnet: DIAKOVERE auf Platz 1 der wertvollen Arbeitgeber

Wir alle sind für unsere Gesellschaft systemrelevant – und werden mehr als gebraucht. Da hat es ein Arbeitgeber heute gar nicht so leicht, sich als Marke zu profilieren. Wir setzen dabei auf eine vernünftige, sichere Investition in unsere Personalkosten und zugleich auf ein starkes Miteinander und kollegiales Arbeiten im Team. Das macht Sinn. Und es brachte uns 2019 den 1. Platz als „Wertvoller Arbeitgeber“ in Hannover und Region ein: So urteilte die WirtschaftsWoche nach einer großangelegten Befragung in der Bevölkerung.

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